Impuls zum Sonntagsevangelium vom 01.03.2020

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“
Dieses Schriftwort aus dem Ersten Testament ist der erst zweite Satz, den Jesus im Evangelium nach Matthäus sagt. Er spricht diese Worte in einer existenziellen Grenzerfahrung, in der Wüste, nach 40 Tagen des Fastens. Jesus macht deutlich, dass für uns Menschen nicht nur die Stillung körperlicher Grundbedürfnisse wie Hunger oder Durst wichtig ist, sondern wir auch geistige Nahrung und eine lebendige Gottesbeziehung brauchen. Die 40 Tage der Fastenzeit sind für uns alle Jahr für Jahr wieder eine Einladung, in unserem Leben nachzuspüren, wo wir in unserer Gottsuche stehen. Welche Steine können wir in diesen 40 Tagen aus dem Weg räumen, welche Wüsten in uns zum Erblühen bringen, wenn wir uns auf diese Zeit einlassen?

Ein Impuls von
Diakon Jakob Mokoru, Diözesanjugendseelsorger